Warum Selfcare im Beruf wichtig ist!

10 Selbstfürsorge-Rituale für Selbstständige

Wenn du selbstständig bist, dann hast du bestimmt auch mit viel Stress zu kämpfen: weil du große Verantwortung trägst und selten alles nach Plan läuft! Achtest du auch genug auf dich, um deine Psyche zu stärken und dich von all dem Trubel zu erholen?

Besonders in stressigen Zeiten solltest du in deine Selbstfürsorge investieren. Warum? Weil Selfcare deine Ressourcen auffüllt, deine Batterien lädt, dich leistungsfähig macht und vor allem: weil sie deine psychische Gesundheit schützt. Ich zeige dir 10 Strategien, wie Selbstfürsorge auch im stressigen Berufsalltag als Unternehmer oder Soloselbstständiger funktionieren kann. Los geht's!

1. Der richtige Start in den Tag

Wenn du fokussiert und mit klarem Geist deinen Morgen beginnst, arbeitest du nicht nur produktiver, sondern du kannst Gelassenheit mit in deinen Arbeitstag nehmen! Probiere aus, mit einer Morgenmeditation deinen Tag zu beginnen. Dafür hast du verschiedene Möglichkeiten:

Meditiere frei:

Setze dich in Ruhe hin und fokussiere dich für ein paar Minuten einmal nur auf eine Sache: das Geräusch deines Atems. Lausche, wie der Atem kommt und geht. Beobachte diese Melodie, ohne etwas zu bewerten oder zu verändern. Höre einfach hin...

Meditiere geleitet:

Greife auf geführte Meditationen zurück, die du im Internet findest (es gibt unzählige!) und lass dich von einer Stimme anleiten. Der Vorteil: Du kannst eine gesprochene Meditation in deiner gewünschten Länge auswählen. Keine Vorerfahrung nötig! Einfach ausprobieren ;-)

Meditiere mit anderen:

Verabrede dich zum Beispiel einmal die Woche mit anderen zum gemeinsamen Meditieren. Dafür müsst ihr nicht am gleichen Ort sein, ihr könnt euch auch wunderbar in einem Online-Meeting treffen. Und dann wechselt euch ab: Jede Woche leitet jemand anderes eine Meditation an. Im Team macht es noch mehr Spaß!

2. Mittags den Kopf freikriegen

Die meisten haben mittags ein Leistungstief: Die Konzentration sinkt und das Arbeiten fällt schwer. Um aus diesem Loch herauszukommen und die Kreativität wieder anzukurbeln, hilft dir ein Mittagsspaziergang! Vielleicht drehst du eine kleine verträumte Runde um den Block oder du gehst zu deiner Lieblings-Parkbank, um dort entspannt Pause zu machen. Das bringt gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich: Du bewegst dich, bringst deinen Kreislauf in Schwung, tankst frische Luft und dein Gehirn nimmt wieder neue Reize auf (was dich auf neue Gedanken bringt).

3. Mini-Verschnaufpause

Nutzt du schon Minipausen von 1-5 Minuten in deinem Arbeitsalltag? Regelmäßige kurze Pausen sind nicht nur zeiteffizient, sondern auch extrem effektiv für deine Erholung! Da die Konzentration bei Vielen nach 60-90 min spürbar nachlässt, kannst du diese Zeit nutzen, um für ein paar Minuten durchzuatmen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Konzentriere dich für 10 Atemzüge auf deine Atmung. Achte darauf, dass du durch die Nase in den Bauch atmest und länger ausatmest als einatmest. Diese Übung aktiviert deinen Vagusnerv und setzt einen Entspannungsimpuls in deinem Nervensystem. Wie fühlst du dich nach so einer Mini-Atempause?

4. Feierabendritual

Wie beendest du deinen Arbeitstag? Wenn du Probleme hast, nach Feierabend abzuschalten, kann dir ein kleines Ritual helfen, dich auf die Freizeit einzustimmen. Womit kannst du dich am Ende des Arbeitstages belohnen? Vielleicht ist es eine Tasse Tee, ein Spaziergang oder bequeme Kleidung. Beginne dann jeden Feierabend ritualhaft mit dieser kleinen Belohnung. So hast du einen deutlichen Cut und kannst dich gedanklich besser von der Arbeit abgrenzen. (Funktioniert auch im Homeoffice!)

5. Freitags-Reflexion

Nimm dir am Ende deiner Arbeitswoche Zeit, um achtsam in dich hineinzuspüren. Reflektiere ehrlich:

  1. Wie geht es dir?
  2. Wie war die zurückliegende Woche für dich?
  3. Was brauchst du jetzt am Wochenende, um wieder fit zu sein?
  4. Und was möchtest du kommende Woche anders machen?

Diese regelmäßige Selbstbeobachtung hilft dir, in deine Mitte zurückzufinden und in Verbindung mit deinen Bedürfnisse zu sein. Nutze sie als Kraftquelle!

6. Schlafroutine

Der Schlaf ist eine deiner wichtigsten Energiequellen! Beim Schlafen finden körperliche Reparaturprozesse statt, wir verarbeiten Erlebtes und festigen das, was wir tagsüber gelernt haben. Deshalb solltest du mit einer entspannenden Schlafroutine für gesunden Schlaf sorgen. Meide in den Stunden vor dem Zu-Bett-Gehen intensiven Sport, aufwühlende Actionfilme sowie News und private Nachrichten. Entschleunige stattdessen, mit sanftem Licht, wärmendem Tee und einer regenerierenden Entspannungsübung. Versuche, abends achtsame Gespräche mit einem positiven Fokus zu führen. So bereitest du deinen Geist auf tiefen Schlaf und süße Träume vor...

7. Freies Arbeiten

Schaffe in deiner Arbeitswoche Raum für kreatives und vor allem freies Arbeiten! Das ist einer der riesigen Vorteile der Selbstständigkeit: Du hast viel Gestaltungsfreiheit über deinen Arbeitstag. Nutze diese Ressource, indem du dir einen Wochentag oder eine bestimmte Tageszeit dafür freihältst, so zu arbeiten, wie es am besten zu dir passt. Das bedeutet: Lege dir in diesen Zeitslot keine Termine, mach ihn stattdessen zur Wohlfühl-Oase mit Tee, lockerer Hintergrundmusik und einer Aufgabe, die du gern machst. Dafür bieten sich kreative Tasks an, z. B. die Gestaltung deiner Webseite, das Posten von Beiträgen, die Pflege wertvoller Netzwerk-Kontakte oder die Arbeit an deinem neuen Angebot/Projekt. So kannst du deine Arbeit wieder genießen und die Freiheit des selbstständigen Arbeitens voll auskosten!

8. Digitales Fasten

Steig aus aus der Informationsflut und packe alle Elektronik beiseite! Finde innere Ruhe, indem du den Trubel der Außenwelt ausblendest. Dies gelingt, wenn du dir eine harte Grenze setzt, ab welcher Uhrzeit du nicht mehr arbeitest, und dann den PC herunterfährst, das Handy auf stumm stellst und für eine Weile einfach nicht erreichbar bist (dies kann auch in der Pause sein). In dieser Zeit checkst du auch keine privaten Nachrichten und schaust keine Videos oder Filme. Beobachte, welche Gedanken dir kommen, wenn du ihnen Raum gibst. Und wusstest du, dass gelegentliche Langeweile die Kreativität fördert?

9. sozialer Austausch

Triffst du dich auch mal mit anderen, um einfach nur eine schöne Zeit zu haben, oder besteht dein Alltag fast ausschließlich aus geschäftlichen Meetings? Ein vollgepackter Arbeitstag kann zu sozialer Isolation und Einsamkeit führen. Darum achte darauf, in den Austausch zu kommen. Triff dich mit anderen Selbstständigen und baue dir so ein Unterstützer-Netzwerk auf. Ihr könnt euch regelmäßig treffen, um gemeinsam Ideen zu finden, Lösungen zu suchen oder auch emotionale Unterstützung zu bieten und empfangen. Besonders, wenn du soloselbstständig arbeitest! Am besten legt ihr einen festen wöchentlichen oder monatlichen Termin fest, dann bleibt ihr auch tatsächlich regelmäßig im Kontakt.

10. Erfolgstagebuch

Weißt du überhaupt, wie erfolgreich du bist, oder arbeitest du von Tag zu Tag ab, ohne deinen Blick zu heben? Mit einem Erfolgstagebuch behältst du deine Vision im Auge und schaust wertschätzend auf das Erreichte zurück. Häufig sind wir viel erfolgreicher, als uns bewusst ist! Frage dich regelmäßig:

  • Welche Ziele habe ich?
  • Was habe ich in der vergangenen Zeit erreicht?
  • Wofür habe ich Lob und Anerkennung erhalten?
  • Worauf bin ich stolz?

Notiere dir deine Antworten und blättere von Zeit zu Zeit in deinem Erfolgstagebuch herum. Du wirst staunen, wie sehr diese Technik deine Motivation steigert, dein Selbstbewusstsein stärkt und dein positives Denken fördert! Und dieses Mindset bringt dich auch unternehmerisch weiter. Also schnapp dir einen Stift und schreibe noch heute deine erste Seite in deinem eigenen Erfolgstagebuch!

Selfcare mit Köpfchen

Du siehst: Kleine Techniken können Großes bewirken, wenn man regelmäßig dranbleibt. Welche Selbstfürsorge-Gewohnheit hat dir am besten gefallen? Und wie kannst du sie in deinen Berufsalltag einbauen? Ich wünsche dir eine erfolgreiche Arbeitszeit voller Glücksmomente, Flow-Erlebnisse und Freiheit!

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Lies weiter, wie du glücklich arbeiten kannst! Oder finde heraus, was Positive Psychologie ist. (Hier gelangst du zurück zur Artikelübersicht)


(Bild von Andrea Piacquadio auf Pexels)